Robert Simon    
   
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Ungewöhnliche Aktion im Bahnhof Celle

Lichtkunst empfängt Reisende
Celle. Wer am Bahnhof Celle abfährt oder aussteigt, kommt automatisch in den Genuss internationaler Lichtkunstwerke. Im Zuge der Renovierung der Station hat der Kunstsammler Robert Simon das Gebäude zum, wie er sagt, ersten deutschen Lichtkunstbahnhof ausgebaut. „Mit nahezu 10 000 Reisenden und Besuchern am Tag erreicht die im Celler Bahnhof gezeigte Kunst fast so viele Besucher wie die Mona Lisa im Louvre“, sagt der 71 Jahre alte Direktor des Kunstmuseums Celle, das Simon 1998 als erstes deutsches Lichtkunstmuseum gründete und das nachts farbig leuchtet.

Zwischen 2012 und 2017 hat Simon den Bahnhof außen und innen quasi als Außenstelle seines Museums gestaltet und dies weitestgehend selbst beziehungsweise mithilfe von Sponsoren finanziert. Den Anfang machte das per Bewegungsmelder aktivierte, LED-gesteuerte „Lichtspieltheater“ von Vollrad Kutscher, das die Bahnhofsunterführung in verschiedenen Farben erhellt. Anfang 2017 wurden acht Schaukästen mit Neonsystemen von Albert Hien installiert. Jüngstes Werk ist eine bunte Lichtsäule von Siegfried Kreitner. Im Bahnhof wurden zwei Ladenlokale gemietet, sodass ein Wechsel der Werke möglich ist.

Partner bei dem Projekt sind die Stadt Celle mit der Kunst-Stiftung Celle und die Deutsche Bahn. Durch die Aktion erhalte der Bahnhof ein „Gesicht“ – und die Stadt Celle ein „Alleinstellungsmerkmal mit überregionaler Wirkung“, sagte Bahn-Manager Jörn Tunat.



Hannoversche Allgemeine Zeitung Zeitung, 08.01.2018


 
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