Robert Simon    
   
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00011 - binäre Kunst am Celler Bahnhof
Das Projekt Lichtkunstbahnhof ist einen weiteren Schritt voran gekommen. Gestern, 25. Juni, wurde ein Kunstwerk der österreichischen Künstlerin Waltraut Cooper eingeweiht. Sie hat Celle in den binären Zahlencode übersetzt.

von Gunther Meinrenken

CELLE. 00011 – das steht im binären Zahlencode für den Buchstaben C, wie dem Anfangsbuchstaben von Celle. Übersetzt in Lichtkunst kommen dabei drei blaue (für die Nullen) und zwei grüne Stelen (für die Einsen) heraus. So hat zumindest die österreichische Künstlerin Waltraut Cooper das Thema aufgenommen und Celle in ihre Serie „Digitale Poesie“ aufgenommen. Wie das in der Realität aussieht, lässt sich seit gestern, 25. Juni, am Celler Bahnhof betrachten.

Nach der Licht- und Klanginstallation in der Bahnunterführung und den Mariotti-Bänken im Bahnhofsinneren ist das Werk von Cooper ein weiterer Schritt auf dem Weg zu einem Lichtkunstbahnhof. Initiator Robert Simon war bei der Vorstellung des neuen Werks begeistert: „Die Stelen strukturieren die Fassade, gehen abends in Aktion über“, erklärte der künstlerische Leiter des Celler Kunstmuseums. 10 Minuten lang werde man mit fallendem Licht arbeiten, darauf folgt eine Ruhephase von 20 Minuten. Zu Anfang soll die Lichtkunst bis 23 Uhr in Betrieb sein.

Simon freute sich besonders, Cooper für das Projekt gewonnen zu haben. Die Österreicherin ist eine international renommierte Lichtkünstlerin. Viele Werke sind preisgekrönt, sind in bedeutenden Museen oder etwa auf der Biennale in Venedig zu sehen gewesen. „Sie ist eine Pionierin der Lichtkunst“, schwärmte Simon.

Die Österreicherin gab die Komplimente zurück. „Die Lichtkunst gibt Celle zusätzliches Flair und internationale Bedeutung. Daher habe ich mich gefreut, das Angebot bekommen zu haben, hier etwas zu gestalten“, meinte Cooper, die als Mathematikerin in der Lichtkunst auch ihrem Faible für Zahlenspiele nachgeht. Mit den Leuchtstelen wollte sie einen Zusammenhang herstellen zwischen Celle und der Bahn. Daher habe sie bei der Lichtinstallation auch das Element der Bewegung aufgegriffen.

Für Oberbürgermeister Dirk-Ulrich Mende (SPD), der zusammen mit Simon die Idee des Lichtkunstbahnhofs intensiv verfolgt, fügt sich mit der Installation von Cooper ein weiterer Mosaikstein in das Gesamtkonzept. „Sämtliche Kosten sind von Sponsoren abgedeckt, so dass nichts davon beim Bürger hängen bleibt“, betonte der Oberbürgermeister.




Robert Simon (links), Künstlerin Waltraut Cooper und Oberbürgermeister Dirk-Ulrich Mende freuen sich, dass das Projekt… Foto: Alex Sorokin

Cellesche Zeitung, 26.06.2013


 
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