Robert Simon    
   
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„Kultureller Höhepunkt für Region”
Celler bestaunen Glaskubus

Nach einem Jahr Bauzeit wurde am Wochenende der Erweiterungs- und Umbau des Kunstmuseums Celle mit Sammlung Robert Simon offiziell wiedereröffnet. 400 gelandene Gäste bestaunten den neuen Kubus, gestern am Tag der offenen Tür stillten viele Celler ihre Neugier. Niedersachsens Wirtschaftsminister Walter Hirche schwärmte von dem originellen Gebäude als einen neuen kulturellen Höhepunkt für die gesamte Region.

CELLE. Die neue Klimaanlage des Kunstmuseums Celle mit Sammlung Robert Simon musste am Sonnabend die erste harte Probe bestehen: Rund 400 geladene Gäste bestaunten bei der Wiedereröffnung des Hauses den Erweiterungs- und Umbau. Nach einem Jahr Bauzeit hat das Gebäude gegenüber dem Residenzschloss einen neun mal zehn Meter großen Eingangskubus erhalten, sich auf zwei Etagen ausgedehnt und somit seine Ausstellungsfläche fast verdoppelt (die CZ berichtete). Gestern füllten sich die Räume am Tag der Offenen Tür.

In seiner Eröffnungsrede zeigte sich Walter Hirche, Minister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, begeistert: „Das Kunstmuseum wird ein neuer kultureller Höhepunkt – nicht nur für die Stadt, sondern auch für die Region Celle“, schwärmte er und sprach von einem Paradebeispiel, wie EU-Mittel sinnvoll genutzt werden könnten. Das 2,1-Millionen-Vorhaben wurde mit EU-Fördermitteln finanziert. Hirche begründete wieso: „Das Projekt ergibt einen Mehrwert für die Region“, sagte er. Mit der Erweiterung des Kunstmuseums werde die Wirtschaftsstruktur gestärkt.

Oberbürgermeister Martin Biermann erhofft sich mit der Umgestaltung des Hauses einen Imagewandel für die Stadt. Mit dem „neuen“ Kunstmuseum werde Celles kultureller Reichtum wesentlich gesteigert. Rückblickend betonte er: „Wir freuen uns, vor 15 Jahren die Kunststiftung gegründet zu haben“ und dankte dem künstlerischen Leiter des Hauses, Robert Simon: „Sie können stolz sein auf das, was sie geschaffen haben.“ Langanhaltender Beifall für den Mäzen und Sammler bekräftigte seine Worte.

Simon gestand: „Für mich ist eine Vision in Erfüllung gegangen.“ Mit Nachdruck wies er auf die neue „Visitenkarte“ des Hauses hin, den Eingangskubus mit gläserner Fassade. Der „Kristall“ soll nicht nur Lichtkünstlern als Ausstellungsfläche dienen, bei Dunkelheit wird er von nun an allabendlich ab 22 Uhr für 15 Minuten in unterschiedlichen Farben leuchten.

Im Kunstmuseum erwarten den Besucher derzeit Auszüge aus dem Sammlungsbestand mit Werken aus den 60er Jahren bis heute. Am 19. Juli beginnt die erste Sonderausstellung, eine Fotografie-Schau mit internationalen Künstlern.

Silja Weißer CZ., 11.06.2006 Cellesche Zeitung, 11.06.2006


 
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