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Das 24-Stunden-Museum in Celle erhält den Ehrenpreis der Initiative „Deutschland – Land der Ideen“

Von Johanna Di Blasi

Ideen braucht das Land. Und zwar viele und jeden Tag. Deshalb haben Repräsentanten aus Wirtschaft und Politik im vergangenen Jahr die Initiative „Deutschland – Land der Ideen“ ins Leben gerufen. Stellvertretend für jeden Tag im Jahr werden 365 innovative Institutionen und Orte aus sämtlichen gesellschaftlichen Bereichen gekürt, darunter stammen 33 aus dem Kulturbereich. Einer davon ist das erste 24-Stunden-Kunstmuseum der Welt, dass der hannoversche Galerist Robert Simon („kö 24“) in Celle geschaffen hat. Simon hat sich die ungewöhnliche Idee auch patentieren lassen.

Der werbewirksame Clou seines Rund-um-die-Uhr-Museums besteht darin, dass Besucher zu den regulären Öffnungszeiten innerhalb des Hauses Bilder, Objekte oder Skulpturen betrachten können. Nach Schließung des Hauses und Anbrechen der Dunkelheit erstrahlt dann nach außen hin internationale Lichtkunst, die bei einem Marsch rund ums Museum herum genossen werden kann.

„Der Besucher bekommt im Grunde zwei Museen in einem“, sagt Simon. Man könne nie beide Museen gleichzeitig sehen, außer in der jetzigen Jahreszeit, wenn es früh dunkel wird. Am Sonntag wird Lothar Schmidt von der Deutschen Bank als Repräsentant der Initiative „Deutschland – Land der Ideen“ die mit keinem Preisgeld verbundene, rein ideelle Auszeichnung in Celle verleihen. „Für uns ist das eine ganz wichtige Sache“, sagt Simon. Man befinde sich „nicht gerade in einer unterbesetzten Museumslandschaft“, und da seien Alleinstellungsmerkmale besonders wichtig.

Die Formulierung „Deutschland – Land der Ideen“ geht auf Bundespräsident Horst Köhler zurück, der auch die Schirmherrschaft für das Projekt übernommen hat. 1500 Institutionen aus ganz Deutschland haben sich bei der Image- und Standortinitiative von Bundesregierung und deutscher Wirtschaft um die Auszeichnung beworben. Ebenfalls gekürt wurden das Deutsche Guggenheim in Berlin, das Museum Frieder Burda in Baden-Baden – beides private Museen – sowie die documenta 12 in Kassel. Das 24-Stunden-Museum in Celle ist das einzige niedersächsische Museum, das in diesem Jahr ausgezeichnet wurde.

Das Kunstmuseum am Schlossplatz 7 in Celle veranstaltet anlässlich der Ehrung am Sonntag einen „Entdeckertag“. Führungen ab 13 Uhr. Eintritt ist frei.

Foto: Karin Blüher

Hannoversche Allgemeine Zeitung, 12.01.2007


 
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